Was ist Imperial Feng Shui?

Der Begriff „Feng Shui“ heißt wörtlich übersetzt „Wind und Wasser“. Der Begriff beschreibt die Kunst und Wissenschaft, mit der Umgebung in Harmonie zu leben, um ein Maximum an unterstützender Energie zu generieren.  Kern des Imperial Feng Shui ist die Arbeit mit den 64 Hexagrammen die aus dem „I Ging“, eines der ältesten „Weisheitsbücher“ der Welt, stammen.

© Thomas Seubert
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Die Hexagramme sind nach dem binären Code geordnet und sind auf dem speziellen Imperial Lo Pan – dem chinesischen Kompass –,  jeder Gradzahl zugeordnet. Die mathematisch und geometrisch harmonischen Abfolgen sind vergleichbar mit den Prinzipien des Goldenen Schnitts, allerdings deutlich komplexer und weitreichender. Der Gelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 - 1716) beschäftigte sich mit den über 3000 Jahre alten Hexagrammen. Durch die Kombination von Yang- und Yin-Linien in jedem Hexagramm wurde er angeregt, das Dualsystem (0/1) zu entwickeln. Dieses mathematische Binärsystem ist die Basis unserer heutigen digitalen Welt. 

Jedes dieser 64 Hexagramme besteht aus insgesamt sechs Linien, die alle spezielle Bedeutungen  haben: Kinder, Erfolg, Geld, Gesundheit, gesellschaftliche Anerkennung, die Stärkung der eigenen Persönlichkeit, Unterstützung, Familie usw. Somit haben wir auf einem Kompass insgesamt 384 (64 Hexagramme x 6 Linien pro Hexagramm) energetische Akupunkturpunkte, jeder mit einer speziellen Bedeutung. Damit ist sowohl der Außen- als auch Innenraum für einen Imperial Feng Shui Berater präzise erfassbar. Auf engstem Raum können auf diese Weise elegante Feng Shui-Lösungen erarbeitet werden und mit kleinen Maßnahmen große Wirkungen erzielt werden. Auf dieser sehr komplexen und außergewöhnlich effektiven Ebene arbeiten weltweit nur sehr wenige Feng Shui Berater.

Woher kommt das Imperial Feng Shui?

© Monika Seebacher
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Grand Master Chan Kun Wah ist einer der letzten Linienhalter der kaiserlichen Meisterschule und ist bisher auch der einzige der das komplexe und wissenschaftlich zu verstehende „Imperial Feng Shui" lehrt. Als einziger Yuen Hom-Spezialist in Europa vermittelt Grand Master Chan Kenntnisse im kaiserlichen "Power Feng Shui", der Schule der 64 Hexagramme. Yuen Hom, wörtlich das "Mysterium der Leere", verbindet Feng Shui direkt mit dem I Ging und damit den Gesetzen des Lebens und des Kosmos. Dieses Feng Shui war nur dem Kaiserhof vorbehalten und wurde ausschließlich von den besten Feng Shui Meistern des Landes beherrscht. Grand Master Chan Kun Wah wurde selbst im sogenannten „Chue Style Yuen Hom" ausgebildet, einer speziellen Form des Hexagramm Feng Shui. 

Die Basis für diese besondere Stilrichtung des Feng Shui wurde in der Zhou Dynastie gelegt (ca. 1027 bis 221 v. Chr.). Vorher arbeitete man ausschließlich mit den 8 Trigrammen (drei-Linien-Struktur), nun wurden Systeme aus den Hexagrammen (6 Linien) entwickelt. Die damaligen Meister waren Universalgelehrte und befassten sich mit Naturwissenschaften, Philosophie, Psychologie, Medizin und Astronomie. Alles wurde präzise am Menschen und in der Natur beobachtet, erfasst, beschrieben und berechnet. Imperial Hexagramm Feng Shui integrierte Astronomie, Astrologie, Wissenschaft, Medizin, Kunst, Physik und Kultur. Es wurde von der Machtelite grundsätzlich  geheim gehalten. Oft wurden Fehlinformationen gezielt gestreut, um den elitären Anspruch aufrecht zu erhalten. 

Der Imperial Feng Shui Meister und Philantrop Yang Kwan Chong, der in der Tang Dynastie lebte (617 - 907 n. Chr.), brach mit diesen Machtstrukturen und floh vom Kaiserhof. Er nahm viele der kaiserlichen Feng Shui- und Hexagramm-Bücher mit und versteckte sich zunächst in den Bergen, dann in der Stadt Ghanzou (heute in der Provinz Jinahxi). Er begann, die Geheimnisse und Spezialmethoden mit den Hexagrammen im Rahmen eines sehr langen Gedichtes, dem sogenannten „Tsin Lon Ou You"  zusammen zu fassen. Die Übersetzung lautet „Das Geheimnis der grünen Tasche", weil die damaligen Feng Shui Meister ihre Utensilien immer in einer grünen Tasche bei sich trugen. Sehr verschlüsselt schrieb Grand Master Yang alles Wissen vom Yuen Hom Feng Shui für sich auf. Das Manuskript wurde erst mehrere hundert Jahre später in die Staatsbibliothek eingereicht. Es ist heute noch erhalten, kann jedoch nur mit dem mündlich überlieferten Wissen von Meister zu Meister der Chan-Linie gelesen und gedeutet werden. Grand Master Chan Kun Wah hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Wissen an die kommenden Generationen von Feng Shui Beratern zu vermitteln.

Worin liegt der Unterschied zum „klassischen Feng Shui“?

© Monika Seebacher
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Klassisches Feng Shui ist mit seinen Trigrammen im Vergleich grobmaschig und starr, da es zwar Aussagen macht  welche Energien in einem groben Muster vorherrschen, nicht aber bestimmen kann wie diese Energien fließen, wie sie sich zueinander verhalten und wie der Mensch sich in diese energetische Situation einbettet. Mit Imperial Feng Shui-Techniken kann man den Energiefluss genau bestimmen, sie greifen auf ein feines Netz von Akupunkturpunkten zurück, auf die man gezielt „Assistenten“ setzt, um ein Energiemuster zu verändern. Diese Assistenten können z.B. Stein- und Buddhasetzungen oder Wasserplatzierungen sein. Diese Assistenten triggern ein bestimmtes Energiemuster an, so dass man mit einem kleinen Aufwand große Veränderungen erzielt.

Mit Imperial-Feng Shui kann man kleinsten Wohnraum bis hin zu großen Baukomplexen energetisch planen, aufwerten und harmonisieren.