Der Renaissancegarten von Villa Lante


Der Garten von Villa Lante

Sollten Sie in der südlichen Toscana unterwegs sein, lohnt sich der Besuch dieses zauberhaften Gartens. Hier wird ein philosophisches Konzept in Gartengestaltung umgesetzt. Man kann den Garten wissend oder auch unwissend genießen. In beiden Fällen offenbart er eine unvergängliche Schönheit!



Wasser spielt in diesem Park eine wichtige Rolle: Ein System von Brunnen und Wasserläufen zieht sich über die gesamte Hügelflanke. Der Park ist ein frühes Beispiel für die Symbiose von Natur- und Kulturlandschaft. Das ursprünglichste Gebäude wurde 1477 erbaut und wurde als Jagdpavillon für Papst Leo X genutzt. Kardinal Giovanni Francesco Gambara begann 1566 mit dem Bau einer Villa unter der Leitung des Architekten Giacomo Barozzi da Vignola. 1573 war das erste Casino fertiggestellt; ein zweites ließ Kardinal Alessandro Peretti 1587 errichten. Diese beiden Casini stellen den Mittelpunkt des Parks dar. 1656 veränderte Ippolito Lante das Gebäude und den Park geringfügig. 

Der Park wurde ebenfalls von Vignola in Terrassen auf einer Hügelflanke angelegt: Treppen und Rampen ziehen sich über den Abhang hinunter. Am Fuß des Hügels liegt ein Brunnen mit Bronzefiguren von Taddeo Lantini.

Wasser, Vegetation und Architektur sind gleichgestellte Partner. Brücken und Wege stellen den Lebensweg von uns Menschen dar und ein achtsames Schreiten in diesem Garten bedeutet auch das gedankliche Durchleben unserer Lebensetappen. 

Hier findet man die volle Bandbreite an Brücken, die im traditionellen chinesischen Garten zu finden sind. Die Zig-Zag-Brücke ist z.B. nicht nur ein stilistisches Mittel, sonder soll auch verhindern, dass böse Geister sie betreten. Diese Form stellt also ein Schutz vor schlechten Energien dar. Die Steine, die über einen Wasserfluss als Trittsteine fungieren, sollen dem Menschen zeigen wie wackelig seine Existenz ist. Es fordert zur Achtsamkeit auf. 

Diese sind nur einige Beispiele. Im chinesischen Garten ist nichts dem Zufall überlassen. Alles hat eine Bedeutung. Das Konzept der geliehenen Natur ist hier zum Beispiel sehr schön umgesetzt. Obwohl der Garten von einer Mauer umgeben ist, verschwimmen die Grenzen mit dem Außen, da die Bepflanzung im Garten die Bäume außerhalb der Gartenmauer integriert. Sie bilden eine Einheit und eine Staffelung die suggeriert, dass die Bäume noch zum Garten gehören. Das ist ein Kunstgriff, der bei den meisten chinesischen Gärten verwendet wird, um die Enge des Gartens zu überspielen und die Grenzen zum Außen zu verwischen. Der Garten wirkt größer als er ist.

Dieser Garten ist inmitten der hektischen Stadt ein echte Oase des Friedens. Hier kann man sich der Kontemplation der Natur hingeben, und gleichzeitig auch den Blick nach innen öffnen!


Wie komme ich hin?


Chinesischer Garten des "Himmlischen Friedens"

(am Bethmann Park)

Berger Str. 12

60316 Frankfurt

 

Öffnungszeiten:

Zur Zeit wegen Umbau geschlossen!

Ganzjährig innerhalb der Woche von 7 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit sowie an Samstagen und Sonn- und Feiertagen von 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit

Führungen sind nach Vereinbarung mit dem Grünflächenamt möglich.



Ich freue mich auf Feedback und persönliche Erlebnisse!

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